Kirchenchronik

Das älteste Zeugnis über das Vorhandensein einer Kirche in Heidelsheim ist der Inschriftstein vom Turm der St. Martinskirche aus dem Jahr 1440.

Diese Kirche stand bis zur Zerstörung im Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689 auf dem Heidelsheimer Friedhof und war bis zum Jahr 1501 Pfarrkirche, auch als man in der Stadt am Platz der heutigen Kirche eine Marienkapelle erbaute. Erst im Jahr 1501wurde die Pfarrei an die Marienkirche übertragen,  St. Martin diente fortan als Friedhofskirche.   

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden beide Kirchen niedergebrannt. Nur der Chor der Marienkirche war noch vorhanden und diente bis zum Wiederaufbau des Kirchenschiffs im Jahr 1711 als Notkirche. Kirchenschiff und Chor wurden aufgrund der Pfälzischen Religionsdeklaration vom Jahr 1705 durch eine Wand getrennt. Der Chor wurde den Katholiken, das Schiff den Reformierten zugeteilt. Die Lutheraner bekamen keinen Anteil.

 

Die alte Kath. Kirche wird heute als Martinskapelle von der Evangelischen Kirchengemeinde genutzt. Das Bild rechts zeigt den Innenraum zur Zeit der Nutzung durch die Kath. Kirchengemeinde.

In den folgenden Jahren gab es immer wieder Bemühungen, der Kath. Kirchengemeinde  eine eigene Kirche zu ermöglichen. Jedoch erst mit der Flurbereinigung  ergab sich die Möglichkeit durch Tausch ein geeignetes Gelände zu erwerben, auf dem heute die Kath. Pfarrkirche St.Maria steht. 

Die Grundsteinplatte wurde aus Trümmern der alten Martinskirche,  die beim Bau der Friedhofsmauer verwendet wurden entnommen.