Gerade das Fühlbare der Gottesbeziehung wurde in der Lobpreiszeit, die sehr eindrücklich von Ira und Udo Zimmermann gestaltet und musikalisch begleitet wurde, spürbar. Glauben hat eben nicht nur mit dem Kopf, sondern auch viel mit dem Herz zu tun.
Das wurde auch deutlich in der meditativen Bildbetrachtung, bei der besonders auffällig war, dass Petrus in der Situation der Erfüllung mit dem Heiligen Geist im Obergemach in Jerusalem die Schlüssel aus der Hand legte. Dieses Detail war Becker insofern wichtig, weil es deutlich macht, dass der Geist in der persönlichen Beziehung zu Gott lebendig macht und für Petrus in diesem Moment wichtiger war, als die Schlüsselgewalt, die ihm Jesus verliehen hatte. Sicher auch ein Fingerzeig für die heutige Kirche. Es ist der Geist der lebendig macht, nicht die strikte Einhaltung von Normen.
Im Segnungsteil des ungewöhnlichen Gottesdienstes ermutigte der Ordenspriester, die Anwesenden selbst segnend zu leben. Er unterstrich diese Aufforderung durch einen Verweis auf den Propheten Samuel. Der Ausspruch des alttestamentarischen Propheten bei seiner Berufung: “Rede, HERR, dein Diener hört!” dürfe auch über unserem Leben stehen, um mutig und befreit seine eigenen Gaben zu entdecken und einzusetzen.









