Kreuzaltar des Bildhauers Tobias Günther aus dem Jahre 1792
Einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände ist der Kreuzaltar mit Tabernakel, welcher von der früheren Kirche St. Paul in Bruchsal für die Kapelle im Jahre 1870 sogar gespendet wurde.Der Kreuzaltar wurde im Jahr 1792 vom Bildhauer Tobias Günther ursprünglich ohne die beiden Figuren rechts und links des Kreuzes hergestellt. Da die beiden Figuren aber ebenfalls der Paulskirche gehörten und von ihm stammen, entschloss man sich diese mit dem Altar zu vereinen. Obwohl diese Figuren von vielen Menschen als Maria und Johannes gedeutet werden, handele es sich aufgrund der Körper- und Gewandhaltung eher um zwei weibliche Figuren, deren ursprüngliche Bedeutung nicht bekannt sei.[1]



Kanzel
Die barocke Kanzel erstand die Pfarrgemeinde Untergrombach 1908 von der Gemeinde Hambrücken. Ursprünglich stammte diese vom Bruchsaler Schreinermeister Franz Durmer. Heute befindet sie sich auf der rechten Seite im vorderen Teil des Langhauses.[2]
Rechter Seitenaltar
Ebenso kaufte die Pfarrgemeinde die barocke Immakulata-Statue von Hambrücken, welche ursprünglich 1755 von Joachim Günther geschaffen wurde. Diese fand ihren Platz am rechten Seitenaltar der Michaelskapelle, wo sie heute noch ihren Platz hat. Sie zeigt die typischen Attribute der Himmelskönigin Maria: einen Sternenkranz und eine Mondsichel. Des Weiteren kann man erkennen, dass Maria die Schlange, als Sinnbild des Bösen, mit ihren Füßen zertritt. [3]
Linker Seitenaltar
Der linke Seitenaltar wird geziert durch eine Statue des heiligen Michael, die vermutlich von einem Geistlichen gestiftet wurde und ursprünglich aus dem Südschwarzwald stammt. Sie zeigt den heiligen Michael, wie er mit hocherhobenem Schwert und Schild gegen das Böse, in Form von Luzifer, kämpft.[5]
St. Michael
Der handgeschnitzte St. Michael in einer Nische der linken Seitenwand stammt als Spende an die Pfarrgemeinde Untergrombach von einer Familie aus Karlsruhe-Mühlburg, welche diese Statue ihrem Sohn Michael geschnitzt hatte.
Die Vierzehn Nothelfer [6]
| Die “Vierzehn Nothelfer“ sind eine Gruppierung von Heiligen, die sich im Laufe des Mittelalters herauskristallisierte. Dabei wurden jedem der Heiligen bestimmte Attribute zugeordnet, sodass die Menschen diese aufgrund verschiedenster Beschwerden und Gebrechen angerufen haben. Die folgenden Heiligen gehören zu den 14 Nothelfern: | ||||
| | St. Catarina (307 enthauptet) wurde angerufen bei Leiden der Zunge und der Sprache. Ihr Gedenktag ist der 25. November. | | St. Vitus (um 300 gemartert) gilt als Helfer gegen Anfälle und in Notlagen. Sein Gedenktag ist der 25. Juni. | |
| | St. Barbara (307 enthauptet) wurde angerufen bei Fieber. Außerdem gilt sie als die Patronin der Sterbenden. Ihr Gedenktag ist der 4. Dezember. | | St. Blasius (288 enthauptet) wurde angerufen bei Halsschmerzen. Sein Gedenktag ist der 3. Februar. | |
| | St. Margareta (307 enthauptet) gilt als Schutzpatronin der Gebärenden. Ihr Gedenktag ist der 20. Juli. | St. Cyriakus (um 300 enthauptet) wurde angerufen in der Todesstunde. Sein Gedenktag ist der 8. August. | ||
| | St. Erasmus (um 300 enthauptet) wurde angerufen gegen Schmerzen des Unterleibs. Sein Gedenktag ist der 2. Juni. | St. Achatius (307 enthauptet) wurde angerufen bei Lebens- und Todesangst. Sein Gedenktag ist der 8. Mai. | ||
| | St. Egydius (725 gestorben) gilt als Beschützer der Hirten und des Viehs. Sein Gedenktag ist der 1. September. | St. Dionysius (im 3.Jh. enthauptet) wurde angerufen bei Kopfleiden. Sein Gedenktag ist der 9. Oktober. | ||
| | St. Eustachius (um 300 gemartert) gilt als Patron in schwierigen Lebenslagen. Sein Gedenktag ist der 20. September. | | St. Georg (um 300 gemartert) wurde angerufen bei Seuchen bei den Haustieren. Sein Gedenktag ist der 23. April. | |
| | St. Pantaleon (305 gemartert) gilt als Patron der Ärzte. Sein Gedenktag ist der 27.Juli. | | St. Christophorus (um 250 enthauptet) gilt als Patron der Reisenden, Helfer gegen plötzliche Gefahren. Sein Gedenktag ist der 24. Juli. | |
Darstellung des Ölbergs
An der nördlichen Außenwand der Kapelle befindet sich im Zwischenraum der beiden Querarme eine Darstellung des Ölbergs.
Über die Darstellung ist lediglich bekannt, dass diese bei der Renovierung im Jahre 1909 von der Südseite auf den jetzigen Platz verlegt wurde. Jedoch gibt es keinerlei Informationen darüber, wann und von wem das Werk mit seinen Statuen geschaffen wurde.[7]
Über die Darstellung ist lediglich bekannt, dass diese bei der Renovierung im Jahre 1909 von der Südseite auf den jetzigen Platz verlegt wurde. Jedoch gibt es keinerlei Informationen darüber, wann und von wem das Werk mit seinen Statuen geschaffen wurde.[7]
Weitere Statuen und Bilder

Jesus Christus St. Michael Marien-Ikone
[1] Vgl. Lindenfelser, J. (1979): Die Michaelskapelle und ihre Inneneinrichtung. In: Heimatverein Untergrombach e.V. (Hg.): Michaelsberg bei Bruchsal-Untergrombach, S.9f
[2] Vgl. ebd. S.10
[3] Vgl. ebd.
[4] Vgl. Lindenfelser, J.: Michaelskapelle bei Bruchsal-Untergrombach. In: Prospekt des PGR Untergrombach
[5] Vgl. Lindenfelser, J. (1979): Die Michaelskapelle und ihre Inneneinrichtung. In: Heimatverein Untergrombach e.V. (Hg.): Michaelsberg bei Bruchsal-Untergrombach, S.10
[6] Vgl. Lindenfelser, J.: Michaelskapelle bei Bruchsal-Untergrombach. In: Prospekt des PGR Untergrombach
[7] Vgl. ebd.





























