Die Martinskapelle - Ein ökumenisches Projekt

Seit Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die Stadtkirche Heidelsheim von beiden Konfessionen genutzt. Im Jahr 1711 wurde der Chor der Kirche durch eine Mauer abgetrennt und der kleineren katholischen Kirchengemeinde zugewiesen.

Mehr als 250 Jahre war dieser Teil der Stadtkirche die katholische Pfarrkirche. Erst 1980 war die katholische Gemeinde so groß geworden, dass das Kirchlein nicht mehr ausreichte. Nach dem Neubau der Katholischen Kirche hat die evangelische Kirchengemeinde die "alte katholische Kirche" übernommen.

Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf fasste die evangelische Gemeinde im Jahr 2005 den Entschluss diesen Kirchenraum zu renovieren und wieder kirchlich zu nutzen.

Der evangelische Kirchengemeinderat hatte die Idee, das ehemalige katholische Gotteshaus nach der Renovierung auch ökumenisch zu nutzen, was der Pfarrgemeinderat gerne unterstützte.

Zur Finanzierung der Baumaßnahmen wurde ein Förderkreis gegründet, dem auch viele Katholiken beitraten. Ein Vertreter des Pfarrgemeinderates hat Sitz und Stimme im Vorstand dieses Förderkreises.

„Ein wirklich gelungenes ökumenisches Projekt“ fand Prälatin Ruth Horstmann-Speer bei der Einweihung der neuen "Martinskapelle" am 15. Juli 2006.

Neben den Kindergottesdiensten und Gesprächsgruppen der evangelischen Gemeinde finden in der Martinskapelle auch ökumenische Veranstaltungen statt:

  • Gemeinsame Sitzungen von Kirchengemeinderat und Pfarrgemeinderat
  • Kinderbibeltage
  • Vespergottesdienste
  • Kleinere Konzerte
  • Goldene Hochzeiten
  • usw.

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau, der Hauptsponsor dieses Umbaus, hat eine Dokumentationsbroschüre erstellt.
Hier können Sie sehen, dass aus dem ältesten Gebäude Heidelsheims ein wahres Schmuckstück geworden ist.