Neues aus der Elfenbeinküste

 

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Bruchsal Michaelsberg; Projekt G. Lauber

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Bruchsal Michaelsberg; Projekt G. Lauber

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Bruchsal Michaelsberg; Projekt G. Lauber

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Bruchsal Michaelsberg; Projekt G. Lauber

Quelle: Kath. Kirchengemeinde Bruchsal Michaelsberg; Projekt G. Lauber

Meine lieben Untergrombacher und alle der Seelsorgeeinheit “Michelsberg”!

Ihnen allen wünsche ich einen guten Adventsbeginn, Tage, die uns mal wieder uns selber finden lassen und uns neu einladen, uns anderen zu öffnen. Und dann ein wirklich gesegnetes Weihnachtsfest!
Seit wenigen Tagen bin ich wieder zurück von der Elfenbeinküste(mein früherer Wirkungskreis) , war ich von den beiden neuen Verantwortlichen eingeladen worden, mit ihnen das 25-jährige Bestehen der Mariapolis Victoria zu feiern. Mit ein wenig Herzklopfen und Emotion habe ich mich auf die Reise gemacht, die ja von hier aus weiter entfernt ist, als Europa - Elfenbeinkueste. Nach einigen Jahren, war es ein frohes Wiedersehen mit vielen, es ob wir uns erst gestern gelassen hätten. Das Jubiläumsfest dauerte drei Tage und die Pfarrei hatte drei Rinder gekauft, geschlachtet und vorbereitet, um alle Gäste zu empfangen und würdig zu bewirten. (Gastfreundschaft ist immer noch ein Wert in vielen Teilen Afrikas.
Am ersten Tag wurden alle Eingeladenen mit Liedern und Tänzen feierlich empfangen (Foto ) und dann die Besucher vorgestellt. Der Ortsbischof, der gerade wenige Monate vor meiner Versetzung in 2008 dort neu geweiht wurde, berichtete über das Zeugnis der Geschwisterlichkeit dieser kleine Modellsiedlung in seiner Diözese und seinen Stolz darüber. In rotierenden Gruppen konnten dann alle vorhandenen Einrichtungen besichtigt werden: Druckerei, Internet-Café, Krankenstation, Pfarrkirche, kleiner Friedhof, die Beratungsstelle gegen Unterernährung (sie haben inzwischen auch einen kleinen Verkaufsladen, einen Garten, einen Holzoffen zum Backen, stellen Schokolade her); ich war richtig stolz über so viele neue Entwicklungen. Besonders freute ich mich die Töchter etlicher unserer Frauen, die wir anfangs ausgebildet hatten, in diesen Arbeiten zu entdecken. Auch sie waren recht stolz, dass ich sie wieder erkannte und stellten mir ihrerseits ihre kleinen Kinder vor.
Der zweite Tag musste wegen Platzmangel in der Pfarrkirche stattfinden. Er war den zivilen, traditionellen und kirchlichen Autoritäten vorbehalten, die ihre Würdigungen vortrugen. Die Vice- Präfektin las die Botschaft des Präfekten vor, der auch in Namen des Staatspräsidenten, der sich für den täglichen Einsatz für die Bevölkerung bedankt. Besonders wollte er „die mutigen Personen würdigen, die mit dem riskieren des eigenen Lebens im Namen der Liebe, Caritas und Solidarität, der Bevölkerung zur Hilfe kam und die für immer dankbar sein werden für dieses Opfer“. Als Zeichen ihrer Dankbarkeit und Anerkennung haben sie an die damaligen und heutigen Verantwortlichen jeweils die traditionelle Kleidung übergeben. Am Nachmittag wurde im Zentrum der Modellsiedlung ein kleines Monument vom Apostolischen Nuntius und dem Bischof enthüllt, das an die Universelle Brüderlichkeit erinnert soll, die gerade hier in den schwierigen Monaten gelebt wurde und viele Menschenleben rettete. (Foto) Anschließend das Endspiel des Fußballturniers, das seit Monaten spielte, und die Verleihung des Pokals. Die Jugend bot am Abend bis Mitternacht Schauspiele, Tänze, Lieder, Raps zur Unterhaltung aller an!
Der dritte Tag war dem Dank dieser 25 gesegneten Jahre gewidmet und öffnete einen zuversichtlichen Blick in die Zukunft. Der Bischof hat noch eine Delegation bei sich zum Essen eingeladen, und wollte jedem und jeder, die in den Kriegsjahren geblieben waren, mit einer Anerkennung auszeichnen. (Foto)
Einige Bilder haben mich inzwischen erreicht und ich füge sie ein. Leider zeigen sie nicht die Stickdecken und so vieles andere, was ich noch gut wiedererkennen konnte, oder mir auch Personen selber gezeigt haben, über die sie noch sehr dankbar sind. Da sie nicht direkt an Euch ihren Dank aussprechen konnten, baten sie mich es in ihrem Namen zu tun! Ihr seid immer eingeladen, euch selbst vor Ort zu überzeugen, dass Eure Unterstützungen, Gebete und Hilfen nicht verloren gingen und eine gute Basis zur Selbsthilfe geleistet haben. Von allen noch ein herzliches Danke!
Und hier in Kenia? Wir haben gerade ein Buch drucken können, das über 50 Erfahrungen enthält, wo Evangelium und afrikanische Kultur sich kreuzen. Es war eine harte und doch sehr interessante Arbeit, die sicher einiges in Bewegung setzen wird. Es ist in Französisch und wird gerade in Englisch übersetzt. (Foto) Auch eine kleine Ausstellung von alten Gebrauchsgegenständen ist am entstehen. (Foto Ausstellung)
Durch diese Art von Arbeit bin ich nun etwas „sesshafter“ geworden.
Mit einem dankbaren und ganz lieben Gruß an meine Heimat, wünsche ich allen eine Gesegnete Weihnacht und ein frohes Neues Jahr
Ihre Gisela Lauber