
Geboren in Untergrombach am 6. September 1949, aus einer alteingesessenen Familie, genannt: Michelsberg-Laubers. So getauft, eingeschult, gefirmt in Untergrombach. Mit meiner Familie und vielen von euch, haben wir unsere Pfarrei lebendig erlebt und gestaltet mit Liedern in Gottesdiensten, Einführung der Sternsinger, Schmuck des Fronleichnamsfestes, Katholische Jugend mit Zeltlagern, Basars für Indien (Klaus Becker) und anschließend für Fontem im Kamerun (das in diesem Jahr Goldenes Jubiläum feiert) und vieles andere.
Meine Ausbildung und Arbeit im Rathaus Untergrombach zwischen 1964 und 1969 ist noch einigen bekannt, dann bei Stadtverwaltung Heidelberg; Ausbildung am Seminar für Seelsorgehilfe und Katechese in Freiburg; von 1972 bis 1974 meine Schulung als Fokolarin in Loppiano/Florenz in Italien. Von 1974 bis 1981 in Ottmaring bei Augsburg, eine Siedlung von katholischen und evangelischen Christen, die gemeinsam für die Einheit der Christen beten und Zeugnis geben.
Von 1981 bis 1989 war ich in Berlin und Norddeutschland als Regionalverantwortliche der Fokolar-Bewegung, anschließend einige Monate in Loppiano/Italien.
Dann kam der Ruf nach Afrika: von 1990 bis 2008 Regionalverantwortliche für 14 Staaten von Westafrika mit Sitz in der erstehende Siedlung Mariapoli Victoria in Man in Côte-d’Ivoire, der Elfenbeinkueste. Der Aufbau dieser Gründung mit Ausbildungsstätten und sozialen Einrichtungen, wie z.B. gegen die Unternährung der Kinder und älteren Personen, wurde zum großen Teil von Untergrombach finanziert! Das Altenwerk Untergrombach vorweg, die Frauengemeinschaft und die Ministranten, die Vereine mit Anteilen aus dem Ertrag des Gemeindefestes und viele andere, auch viele (!) persönliche Spenden und regelmäßige oder sporadische Unterstützungen aller Art, wie z.B. der Strickerinnen von Ober- und Untergrombach mit wunderschönen Wolldecken und Kinderwesten, hunderte Pakete, die meine Eltern packten und verschickten haben mit aufgebaut und eine reiche gesegnete Arbeit und Ausbildung dort ermöglicht. Die geistige und materielle Hilfe von Pfr. Hafner und der Pfarrei, besonders während der Kriegs- und Nachkriegszeit der Jahre 2002 bis 2008 waren für mich eine besondere Erfahrung, die mir und vielen dort täglich neuen Mut gab auszuhalten. Wie viele Personen dadurch gerettet wurden, weiß Gott allein. Einige der Mitarbeiter, die dann auch Untergrombach besuchten um zu danken, haben Euch davon Zeugnis gegeben. Noch heute werde ich immer wieder nach euch befragt. Die meisten Einrichtungen sind bereits inzwischen an einheimische Mitarbeiter übergeben. Leider war in diesen Jahren kein Besuch aus der Gemeinde gekommen, was aber sicher jederzeit nachgeholt werden kann.
2008 mit dem Tod von Chiara Lubich, der Gründerin der Fokolar-Bewegung, mit der ich regelmäßig zusammen gearbeitet hatte, wurde ich in den Generalrat gewählt, kam an unser Zentrum in Rocca di Papa/Albaner Berge, und von der neuen Präsidentin der Bewegung Maria (Emmaus) Voce als Beraterin für Afrika und Madagaskar bestimmt. In dieser Aufgabe konnte ich alle unsere Stationen in vielen Ländern des Kontinents besuchen und beraten. Nach dem Mandat von 6 Jahren wurde ich gebeten nun hier in der Siedlung „Mariapoli Piero“ in Kenia mitzuhelfen. Diese kleine Niederlassung hat auch Einrichtungen, die dem ganzen afrikanischen Kontinent dienen: eine Schule für Inkulturation- und Evangelisierungsarbeit, die regelmäßig Kurse vorbereitet. Im Mai diesen Jahres fand die 11° Ausgabe unter dem Thema „Familie in Afrika“ mit über 250 Teilnehmen aus 23 Ländern Afrikas und außerhalb statt. Hier haben wir auch eine Tagungsstätte und im Mai wurde die Kapelle eingeweiht, die zwar noch nicht ganz fertig, aber doch sehr schön ist. Es fehlen noch die Bänke und die Möbel in der Sakristei, sowie etliches an Paramenten und anderem. Einige Fotos füge ich bei.
Ich arbeite mit im Sekretariat der obengenannten Schule und im Unterricht für die stetige Ausbildung des Nachwuchses, der zukünftigen Führungskräfte. Außerdem versuche ich noch Englisch zu lernen, was bei meinem Alter und auch hier gar nicht so leicht ist, da alle Kiswahili sprechen! Eigentlich müsste ich beide Sprachen lernen.
Sei es hier wie in Côte-d’Ivoire und Fontem, die Siedlungen geben Jugendlichen aus aller Welt die Möglichkeit für einige Wochen oder Monate eine neue Erfahrung in einer anderen, ursprünglichen Kultur zu machen, mit konkretem Einsatz in Sozialprojekten von Pfarreien oder Missionsstationen. Das Angebot wird immer häufiger von den jungen Generationen wahrgenommen.









