
„Aus der Kirche bin ich ausgetreten“, tönt eine männliche Stimme aus dem Radio, „aber mit diesem Typ da, diesem Jesus hätte ich mich wahrscheinlich gut verstanden.“ Unter dem Eindruck dieses Statements schreibe ich den Bericht vom Leuchtfeuer-Gottesdienst am 21. Februar im Gemeindezentrum St. Michael.
Johannes, der diesen Gottesdienst leitet, hat die christliche Fastenzeit ins Zentrum der Betrachtung und in einen neuen Kontext gestellt. Es geht nicht um den schmerzhaften Verzicht auf etwas, es geht ums Loslassen, um neuen Mut fassen zu können.
Es sind ganz normale Prozesse! Alles hat seine Zeit und Altes muss zuerst enden, damit Neues beginnen kann. So betrachten wir, oft mit Bedauern, die Entwicklung der Kirche. Immer weniger fühlen sich scheinbar von der Botschaft angesprochen und bleiben daher dem regelmäßigen Gottesdienst fern. Aber ist das wirklich so? Nein, sagt Johannes. Die Menschen fühlen sich nicht von der Botschaft nicht mehr angesprochen, sie fühlen sich von der äußeren Form nicht mehr abgeholt.
Was wir beobachten, das ist das Ende dieser äußeren Form und der Anbruch von etwas Neuem. „Siehe, ich mache alles neu!“, sagt Gott. Und genau das beobachten wir in unserer Kirche! Gott begleitet sein Volk und errichtet gemeinsam mit ihnen etwas Neues, etwas das besser zu ihnen passt. Den Anfang bilden neue Pfarreien und neue verantwortliche Gruppen, wie der Pfarreirat und die in ihrer Verantwortung gestärkten Gemeindeteams.
Doch Kirche, das ist die Gemeinschaft aller, darum tragen die offiziellen Organe und Gruppen auch nicht allein die Verantwortung dafür, dass dieser Organismus „Kirche“ am Leben bleibt. Gott, Christus, der Heilige Geist – egal wie wir es nennen wollen – hat jedem einzelnen Talente mit auf den Weg gegeben, mit denen er dieser Gemeinschaft Leben geben und Leben erhalten kann. Jeder habe die Möglichkeit, dieses „kleine Lichtlein in sich“ für die Gemeinschaft zum Scheinen zu bringen. Den Rest wird dann Gott dazugeben, so dass das entstehende Licht heller scheint als die Summe der einzelnen Lichtlein.
Kann man denn wirklich aus der Kirche austreten, wenn man sich mit „diesem Typ, diesem Jesus“ gut versteht, frage ich mich. Ich glaube, man kann es nicht. Kirche, das ist die Gemeinschaft, die sich um diesen Typen, diesen Jesus, herum versammelt, die Leben einbringt und Leben teilt. Wenn ich mich mit Jesus verstehe, dann bin ich Kirche – ich bin in Jesus und er ist in mir – und ich kann nicht aus mir selbst austreten. Ich kann mir aber die Gemeinschaften selbst aussuchen, mit denen ich Kirche gestalten möchte!
Diese Woche konstituiert sich das neu vom Pfarreirat bestellte Gemeindeteam von Untergrombach. Viele weitere Teams unserer Kirche sind bereits hier am Ort aktiv. Überall sind neue Lichtlein herzlich willkommen!
Und wer doch lieber „nur mal schauen“ möchte, hier sind die speziellen Gottesdienste für 2026 in Untergrombach aufgelistet.
Liturgische Nacht am 2. April, Konzertgottesdienst mit Frieder Gutscher am 3. Mai, Leuchtfeuer-Gottesdienste am 18. Juli, 11. Oktober und am 28. November.
Natürlich gibt es auch weiterhin die normalen Gottesdienste, die Kindergottesdienste, die Wort Gottes Feiern und die Gottesdienste auf dem Michaelsberg.









