Die in barocker Nachahmung geschaffenen Deckengemälde beleben das Gotteshaus. Die bildlichen Darstellungen beinhalten dabei alle das Wirken von Engeln.
Das Gemälde in der Mitte der Decke stellt St. Michael im Kampf gegen die aufrührerischen Mächte dar. Dabei windet sich um Luzifer eine Schlange als Sinnbild des Bösen. Außerdem ist ein Engel mit Pferdefüßen, Bockshörnern und Feldermausflügel zu erkennen, welcher ein Symbol für die gestürzten Engel darstellen soll. Im oberen Teil des Bildes ist kontrastierend im offenen Himmel Gott in der Gestalt der Dreieinigkeit zu erkennen.[1]
Das Deckenbild über dem Chorraum zeigt den Erzengel St. Gabriel, der gerade der Jungfrau Maria die Geburt des Gottessohnes verkündet. Gabriel, was soviel wie „Stärke Gottes“ bedeutet, könnte man deshalb auch als Engel des Anfangs oder auch des Werdens bezeichnen. Symbolisch wird dies hier unterstrichen durch eine Lilie, welche er in seiner linken Hand trägt.[2]
Das Deckengemälde im hinteren Teil der Kapelle stellt den Engel St. Raphael dar. Die Darstellung zeigt den Erzengel wie er den jungen Tobias auf seiner Reise begleitet und diesen dazu anleitet seinem blinden Vater mit Hilfe eines selbstgefangenen Fisches das Augenlicht wieder zu schenken. [3]
Während die drei Gemälde entlang des Langhauses das direkte Wirken der drei Erzengel zeigen, stellen die Bilder in den Seitenflügeln Vorgänge dar, bei denen Engel geholfen haben: auf der linken Seite wird Petrus aus dem Gefängnis befreit und auf der rechten Seite der hl. Vitus von einem Engel vor seinem heidnischen Vater in Sicherheit gebracht.[4]














